Fahrrad-Navigation Test: die besten Fahrrad-Navigationsgeräte im Vergleich

Wer in seiner Freizeit gerne mit dem Fahrrad unterwegs ist, kommt um ein zuverlässiges Navigationssystem kaum noch herum. Es erspart die umständliche Mitnahme von Kartenmaterial und sorgt auch in einsamen Gegenden für eine korrekte Positionsbestimmung. Die Geräte verhindern, dass sich der Nutzer verfährt oder den Heimweg nicht mehr findet. Darüber hinaus verfügen sie mittlerweile über viele interessante Zusatzfunktionen, die je nach Bedarf durchaus Sinn machen. Wir stellen einige aktuelle Geräte vor.

Fahrrad-Navigation Vergleich 2017

Letzte Aktualisierung am: 23.02.2017

Wie wähle ich das richtige Fahrrad-Navigationssystem?

A-Rival Teasi one im TestDie Auswahl ist groß, die zahlreichen unterschiedlichen Funktionen gerade für Anfänger etwas verwirrend: Wer gezielt nach einem Fahrrad-Navigationssystem Ausschau hält, steht dem fast schon unüberschaubaren Angebot meist ziemlich ratlos gegenüber. In unserem Ratgeber beantworten wir die wichtigsten Fragen rund um die praktischen Geräte und klären gleichzeitig, welche Kriterien bei der Kaufentscheidung ausschlaggebend sein sollten.

Für welche Zwecke möchte ich das Gerät nutzen?

Garmin Oregon 450 im TestWer nur gelegentlich eine Radtour durch die unmittelbare Umgebung unternehmen möchte, kommt mit einem relativ einfachen Fahrrad-Navigation ohne viel Schnickschnack bestens aus. In diesem Fall ist ein verhältnismäßig kleiner Speicher ausreichend, da ja ohnehin kein Bedarf an unterschiedlichem Kartenmaterial besteht. Für ambitionierte Radfahrer, die auch gerne mal weitere oder mehrtägige Touren planen, gilt dagegen: Ein Steckplatz für eine microSD-Karte ist ein echtes „Muss“, außerdem sollte die Möglichkeit bestehen, kostenlose Kartenupdates durchzuführen. Im Idealfall akzeptiert das Gerät auch kostenlose Alternativen (beispielsweise Openstreetmap). Wer sein Navigationssystem zum Trainieren und Verbessern der persönlichen Leistung nutzen möchte oder Spaß am neuen Trend Geocaching hat, muss beim Kauf natürlich darauf achten, dass das jeweilige Gerät entsprechende Features bietet. Ein zuverlässiger Kompass und ein Höhenmesser (eventuell sogar barometrisch) dürfen eigentlich bei keinem Gerät fehlen, da beide Elemente wichtige Funktionen erfüllen. Gut zu wissen: Die meisten Modelle können inzwischen auch von Wanderern und Fußgängern verwendet werden. In diesem Fall sollte das Gerät aber über eine Handschlaufe oder einen Clip zur Befestigung am Rucksack verfügen, denn nicht alle Modelle passen auch in die Hosentasche.

Touchscreen oder klassisches Display?

Geräte, die über ein klassisches Display verfügen, wurden fast immer mit einem Joystick und/oder Bedientasten ausgestattet. Das Handling ist zwar gerade in puncto Joystick anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, dank der zusätzlichen und meist seitlich angebrachten Tasten ist aber eine Einhandbedienung oft problemlos möglich. Wurde das Gerät mit einem Touchscreen ausgestattet, sollten sich potenzielle Käufer darüber im Klaren sein, dass die Berührungsempfindlichkeit oft nicht so hoch ist wie bei dem Display eines Smartphones. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass der Touchscreen auch auf Berührungen mit speziellen Fahrrad-Handschuhen reagiert, da unterwegs ein spontanes An- und Ausziehen kaum möglich oder wünschenswert ist.

Die äußeren Merkmale: was ist wichtig?

Ein Navigationssystem für Fahrräder sollte auch einen Sturz problemlos überstehen können, so dass eine sehr hochwertige und robuste Verarbeitung unverzichtbar ist. Die meisten Gehäuse sind zudem mittlerweile wasserdicht, damit die Tour bei einem plötzlich einsetzenden Regenguss nicht unterbrochen werden muss. Wichtig: Das Gerät sollte unbedingt über eine strapazierfähige und stabile Halterung für den Lenker verfügen. Es muss später auch auf holprigen Straßen bombenfest halten und darf nicht wackeln. Bei einem guten Fahrrad-Navigationsgerät kann außerdem der Winkel verstellt werden, was je nach Lichteinfall vor einer unangenehmen Spiegelung schützt. Die Größe des Displays spielt bei der Auswahl zwar auch eine Rolle, hier sollte jedoch der persönliche Geschmack entscheiden. Es gibt Radfahrer, die ziehen ein kompaktes Gerät mit einem eher kleineren Display aufgrund der besseren Handlichkeit vor, während andere Nutzer Wert auf eine leichte Ablesbarkeit legen und sich daher für einen größeren Bildschirm entscheiden.

Der Akku: worauf achten?

Garmin Dakota 20  im TestDie Akkus/Batterien der von uns getesteten Geräte hatten eine Laufzeit von 16 bis 25 Stunden, wobei die genaue Zeit von verschiedenen Faktoren abhängig war. Zum einen spielt natürlich die eingestellte Helligkeit eine wichtige Rolle, zum anderen kommt es aber auch immer darauf an, wie intensiv das Gerät auf einer Tour genutzt wird. Etwas aufpassen sollten Nutzer bei Akkus, die fest im Gerät verbaut sind, so dass ein Aufladen nur über die Steckdose oder gegebenenfalls über den USB-Anschluss möglich ist.

Wie genau ist ein Fahrrad-Navigationssystem?

Die Genauigkeit der Geräte hat sich in den letzten Jahren immer wieder verbessert. Meist liegen die Abweichungen zwischen drei und zehn Metern, was während einer Fahrradtour kein größeres Problem darstellen sollte. Wer jedoch beispielsweise als Wanderer in den Bergen unterwegs ist, sollte sich für ein Modell entscheiden, dass besonders präzise arbeitet. Hier sollten die Abweichungen nach Möglichkeit unter fünf Metern liegen, da es gerade beim Klettern im Gelände auf die exakte Einhaltung der Route ankommt.

Kann ich mich auf eine dauerhafte und ununterbrochene GPS-Verbindung verlassen?

Erstaunlicherweise wiesen nahezu alle von uns getesteten Geräte eine hervorragende und schnelle Verbindung nach. Einige Modelle folgen inzwischen nicht nur den bekannten GPS-Satelliten, sondern zusätzlich den Glonass-Satelliten, was für doppelte Sicherheit sorgt. Glonass ist ein globales Navigationssatellitensystem der Russischen Förderation, das auch bei uns immer mehr an Bedeutung gewinnt. Das Signal blieb während unserer Testfahrten selbst in sehr dichten Wäldern oder in den Hochhausschluchten eng besiedelter Innenstädte in nahezu allen Fällen sehr stabil, so dass sich Nutzer fast zu 100 Prozent auf ihr Gerät verlassen können. Zu Aussetzern kam es nur extrem selten. Der Verbindungsaufbau zur Positionsbestimmung erfolgte in den meisten Fällen innerhalb einer halben Minute.

Was wurde in dem Fahrrad-Navigationsgeräte-Test getestet?

1Wer mit dem Fahrrad unterwegs ist, möchte natürlich auch am gewünschten Ziel ankommen. Der Schwerpunkt in unserem Test lag daher auch auf dem Punkt „Navigation“. Wurde von uns also das Gerät zum Testsieger gekürt, das uns am schnellsten und einfachsten zum gewählten Ort führte? Nein! So einfach haben wir es uns nicht gemacht. Wir berücksichtigten in unserem Vergleich auch viele weitere Kriterien und ließen die Geräte von mehreren Nutzern, die jeweils über unterschiedliche Anforderungen und Vorstellungen verfügten, testen.

Objektiv und dennoch praxisnah
So erhielten wir ein recht ausführliches Gesamtbild, das uns die Möglichkeit gab, eine objektive und trotzdem realistische Endnote zu vergeben. Eine wichtige Rolle spielte zudem das Preis-Leistungs-Verhältnis, denn nur wenn beide Komponenten zusammenpassen, empfiehlt sich auch ein Kauf. Auf diese Weise entstand eine Bestenliste, die Ihnen bei der Entscheidung für ein bestimmtes Modell eine wertvolle Hilfe sein kann.

Test-Kriterien für Fahrrad-Navigationsgeräte

Verarbeitung und Design

Beide Aspekte liefern wichtige Anhaltspunkte, die bei der Beurteilung der Qualität sehr wichtig sind. Dementsprechend gründlich haben wir jedes Gerät auch angeschaut und getestet.

Ausstattung und Funktionen

Welches Kartenmaterial ist vorhanden? Auf welche zusätzlichen Funktionen darf sich der Nutzer freuen? Gibt es einen Höhenmesser, eine zuverlässige Geschwindigkeitsanzeige oder einen individuell bedienbaren Streckenplaner?

Installation und Updatemöglichkeit

Für Einsteiger ist die Installation zu Beginn nicht immer ganz einfach. Außerdem wollten wir wissen, ob der Hersteller regelmäßige und vor allem auch kostenlose Updatemöglichkeiten anbietet.

Bedienkomfort

Wer auf der Straße oder im Gelände unterwegs ist, erwartet eine einfache und unkomplizierte Bedienung. Wir zeigen Ihnen die Geräte, die uns mit der besten Menüführung überzeugen konnten.

Genauigkeit

Abweichungen sind selbst bei den besten Geräten normal, sie sollten sich jedoch in einem angemessenen Rahmen bewegen. Wer zu Punkt A möchte und letztendlich an Punkt B landet, kann beim nächsten Mal auch ohne Navigationsgerät losfahren.

Bekannte und günstige Hersteller

Garmin

Garmin Etrex 30 im TestIm Bereich Fahrrad-Navigation zählt Garmin ganz klar zu den führenden Anbietern. Von einfachen Ausführungen für den Gelegenheitsfahrer für rund 100,00 Euro bis hin zu professionellen Radcomputern für mehr als 400,00 Euro umfasst das Sortiment alles, was das Radfahrerherz erfreut. Positive Testberichte und Kundenbewertungen sind ein Beweis für die Qualität, wenngleich gelegentlich eine zu kurze Akkulaufzeit bemängelt wird.

Mit vielen Zusatzfunktionen
Garmin macht sich vor der Entwicklung der Geräte sehr viele Gedanken. Funktionen wie ein digitaler Herzfrequenzsensor, Temperatur- und Höhenanzeige sowie ein zuverlässiger Trittfrequenzsensor machen nicht nur Spaß, sondern liefern auch gleichzeitig wichtige Anhaltspunkte über das absolvierte Training.

Falk

Falk gehört ebenfalls zu den namhaftesten Anbietern in Deutschland. Die Geräte wissen auch optisch zu überzeugen und begeistern mit modernen Trendfarben und einem erstklassigen Display. Nutzer bemängelten jedoch bei einigen Ausführungen eine schlechte Navigation: Einzelne Wege wurden beispielsweise nicht gefunden beziehungsweise nicht erkannt. Im Großen und Ganzen schnitten die Geräte in Tests aber durchweg gut ab.

Preisspektrum reicht von 150,00 bis 600,00 Euro
Falk führt Fahrrad-Navigationsgeräte in nahezu allen Preisklassen. Die Geräte, die Sie unter den Seriennamen „Ibex“ und „Pantera“ finden, erfüllen somit die unterschiedlichsten Ansprüche, so dass Sie hier genau das Modell kaufen können, das am besten zu Ihnen und Ihren Vorstellungen passt.

Teasi

A-Rival Teasi pro im TestSie möchten für Ihr neues Fahrrad-Navigationsgerät nicht allzu viel Geld ausgeben, wünschen sich aber trotzdem eine solide Qualität? Ihnen sind technische Raffinessen nicht besonders wichtig, Sie legen aber Wert eine zuverlässige Navigation und eine einfache Bedienung? Dann wäre ein Gerät aus dem Hause Teasi sicherlich die richtige Wahl. Die erfreulich günstigen Modelle kosten zwischen 130,00 und 190,00 Euro und konnten in Tests fast immer überzeugen.

Auch für Wanderer geeignet
Die Geräte von Teasi sind auch dann eine gute Wahl, wenn Sie den Drahtesel einmal zu Hause lassen und sich zu Fuß auf Erkundungstour machen. Der Hersteller bietet fast alle Modelle mit der Beschreibung „Wander- und Fahrradnavigation“ an, was bedeutet, dass es sich hier um besonders vielseitig einsetzbare Geräte handelt.

Blaupunkt

Auch Blaupunkt führt in seinem Sortiment Fahrrad-Navigationsgeräte, die mit dem Seriennamen „Bike Pilot“ angeboten werden. Die Besonderheit: Geräte mit integriertem Bluetooth, was in diesem Sektor durchaus eine Seltenheit ist. Eine Kopplung von verschiedenen Sensoren ist hier also problemlos möglich. Sie möchten ein Blaupunkt-Gerät kaufen? Preislich liegen sie zwischen 160,00 und 220,00 Euro.

Auffallend gute Bewertungen
Kunden gaben diesen Geräten sehr gute Noten, gelobt wurden vor allem die einfache Bedienung und die zuverlässige Navigation. Für viele Verbraucher waren diese Modelle sogar eindeutige Testsieger, die auf die Bestenliste gehören. Gut zu wissen: Das Gehäuse vom „Bike Pilot“ ist staub- und wasserdicht.

Ciclosport

Ciclosport ist nicht ganz so bekannt, führt aber durchaus interessante und relativ günstige Geräte, die Sie für rund 190,00 Euro kaufen können. Deren Qualität wird in Testberichten auch grundsätzlich gelobt, etwas gewöhnungsbedürftig scheint lediglich die Homepage des Anbieters zu sein, auf der eigene Touren und Daten verwaltet werden können.

Vor- und Nachteile

2Vorteile

  • Geräte ermöglichen eine zuverlässige Routenplanung
  • Oft mit vielen Zusatzfunktionen (Höhenmesser, Trittfrequenz und andere)
  • Einfache Installation und Bedienung
  • Display bei nahezu allen Lichtverhältnissen ablesbar

Nachteile

  • GPS-Verbindung nicht immer stabil

Wo kaufe ich am besten mein Fahrrad-Navigationsgerät günstig?

In einem Fahrrad- oder Sportfachgeschäft finden Sie meist eine recht große Auswahl an entsprechenden Geräten, das gut geschulte Personal kann Sie in der Regel auch kompetent beraten. Dafür sind die Preise aber oft etwas höher, sofern es sich nicht um Sonderaktionen oder reduzierte Ware handelt. Manchmal führen auch diverse Discounter Fahrrad-Navigationsgeräte: Dies ist häufig im Frühling der Fall, wenn die Fahrradsaison nach der Winterpause wieder beginnt.

Umfangreiche Auswahl im Internet

Im Internet ist die Auswahl natürlich unschlagbar groß. Hier finden Sie jedes Modell, das sich derzeit auf dem Markt oder auf unserer Bestenliste befindet, die Preise sind oft erfreulich günstig, in vielen Fällen bekommen Sie sogar die jeweiligen Testsieger zu vorteilhaften Konditionen. Auf ausführliche Informationen zum Produkt müssen Sie natürlich nicht verzichten, wohl aber auf die persönliche Beratung. Aber auch das ist in vielen Fällen kein Problem, da Ihnen oftmals kostenlose Servicehotlines zur Verfügung stehen.

Alle Testsieger und Testberichte im Vergleich

Garmin Etrex 10 im TestSie möchten vor dem Kaufen wissen, welche Geräte besonders gut oder auffallend schlecht abschnitten? Dies erfahren Sie nicht nur durch unseren Vergleich, sondern auch durch zahlreiche Tests von Portalen, Magazinen und Instituten. Bekannteste Institution dürfte diesbezüglich wohl die Stiftung Warentest sein.

Testberichte der Stiftung Warentest

Stiftung Warentest hat einige der führenden Anbieter unter die Lupe genommen, zum eindeutigen Testsieger wurde in diesem Vergleich Garmin gekürt. Gleich fünf Modelle dieses Herstellers erhielten das Urteil „Gut“, im Anschluss folgen zwei Geräte des Herstellers Magellan, die die Noten „Befriedigend“ und „Ausreichend“ bekamen.

Fünf Gründe für den Test von Fahrrad-Navigationsgeräten

  • Unterwegs möchten Sie sich auf eine korrekte Navigation verlassen können. Wir zeigen Ihnen diesbezüglich die besten getesteten Geräte.
  • Unser Test klärt, welche Ausführungen besonders nutzerfreundlich und leicht bedienbar sind.
  • Sind umfangreiche Funktionen und Features wirklich sinnvoll oder tut es auch eine einfache Ausstattung?
  • Lässt sich das Display auch bei starker Sonneneinstrahlung ablesen? Reicht die Hintergrundbeleuchtung bei Dunkelheit aus?
  • Wie umfangreich und aktuell ist eigentlich das Kartenmaterial? Und was bietet der Hersteller in puncto „Updates“?

Checkliste für den Kauf eines Navigationssystems für Fahrräder

Garmin Dakota 20  im Test– Für welchen Zweck werde ich das Gerät hauptsächlich nutzen und welche Funktionen sind mir dabei wichtig?
– Mit welcher Genauigkeit kann das gewählte Modell überzeugen?
– Werden kostenlose Karten-Updates angeboten?
– Falls nicht, habe ich die Möglichkeit, auf kostenlose Alternativen zurückzugreifen, oder muss ich das oft teure Karten-Material des Herstellers kaufen?
– Lässt sich das Gerät einfach und eventuell sogar einhändig bedienen?
– Unterstützt das Gerät nur eine Verbindung via GPS oder möchte ich zusätzlich lieber noch auf Glonass vertrauen?
– Ist das Navigationssystem wasserdicht beziehungsweise spritzwassergeschützt, so dass es auch bei Regenwetter benutzt werden kann?
– Lässt es sich sicher und fest am Lenker befestigen, so dass auch Fahrten über holprige Wege möglich sind?